Viele Musikliebende kamen zu der Buchvorstellung von Will Humburg “Wagners Walküre. Eine Deutung von Leitmotivik und Orchestration”. Nach der 2021 erschienen Analyse von Das Rheingold verdeutlichte Humburg in dieser Lesung seine Analyseergebnisse zu Die Walküre mit etlichen Beispielen, die er selbst am Klavier präsentierte. Er ging in seinen Ausführungen detailliert auf das Zusammenspiel von Leitsymbol, Leitmotiven, Leittönen und -rhythmen sowie die Instrumentation ein. Dabei erläuterte er auch, wie das im Kontext der Handlung bzw. der anderen Teile der Tetralogie Der Ring des Nibelungen zu sehen ist. Zusätzliche Musik-Einspielungen sowie die beeindruckenden Darbietungen der Ensemblemitglieder Yannick-Muriel Noah (aus dem 3. Aufzug) und Tobias Schabel (mit „Wotans Abschied“), begleitet von Igor Horvat am Klavier, veranschaulichten die Thesen.
Am Ende wurde den Anwesenden durch Will Humburgs weitreichende Ausführungen eindrucksvoll klar, dass Wagner nichts dem Zufall überlassen hat. Jeder Takt des Rings, auch in Die Walküre, hat eine musikpsychologische Bedeutung. Und beim nächsten Anhören dieser Oper wird die im Buch dargelegte Deutung von Will Humburg mitschwingen.





