Festakt im Opernhaus – 40 Jahre Opernfreunde Bonn

Wir haben eingeladen und rund 350 Musikliebende nicht nur aus Bonn kamen, um mit uns das 40-jährige Jubiläum zu feiern. Unser Vorsitzender Dr. Benedikt Holtbernd konnte bei seiner Begrüßung auch zahlreiche Bonner Politiker und Akteure der Kultur willkommen heißen. Nach der Festrede von Stefan Keim, Kritiker und Journalist, den wir in Bonn gut kennen und schätzen, haben wir in drei Gesprächsrunden – mit Kulturverantwortlichen, Sängerinnen und Sängern sowie mit Mitgliedern der ersten Stunde und einem neuen Mitglied der Opernfreunde – drei Themenbereiche beleuchtet.

In der ersten Runde sprachen Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Generalintendant Dr. Bernhard Helmich und Generalmusikdirektor Dirk Kaftan über die aktuellen Probleme und Diskussionen in Bonn. Was die Zukunft der Bonner Bühnen angeht, waren alle drei einer Meinung: Die Bonner Oper wird als Kulturinstitution ohne Wenn und Aber bestehen bleiben.

Nach einem musikalischen Intermezzo (Arie des Riccardo aus I Puritani) haben Marie Heeschen, Miriam Clark, Giorgos Kanaris und Christopher Jähnig berichtet, wie sie das Bonner Haus und die Arbeit im Ensemble erleben bzw. erlebt haben. Auch einige langjährige Mitglieder der Opernfreunde wurden genannt und als gute Geister bezeichnet, die junge Sängerinnen und Sänger in ihrer Anfangszeit in Bonn geradezu mütterlich aufnahmen.

In der dritten Runde sprachen Julia Kluxen-Ayissi und Barbara Franke über die Probleme im Bonner Kulturleben 1985/86, die engagierte Menschen damals zur Vereinsgründung bewogen hatten. Wulf Schönberg schilderte seine Erwartung an die Bonner Oper und die Opernfreunde aus Sicht eines neuen Mitglieds. 

In diesem Bericht kommt das Schönste zum Schluss: die musikalischen Leckerbissen serviert von Mirko Roschkowski, Christopher Jähnig, Miriam Clark, Giorgos Kanaris und Marie Heeschen. Das gesamte Publikum erfreute sich an Arien aus „Die Entführung aus dem Serail“, Beethovens „Leonore“ von 1805, „I puritani“, „Macbeth“, “Giuditta” und am einzigartigen Duett “O namenlose Freude” aus “Leonore“.

Den Sängerinnen und Sängern, den Gästen und Stefan Keim danken wir sehr herzlich. Das nächste runde Jubiläum werden wir in zehn Jahren feiern. 

© Opernfreunde Bonn e. V.